Schiessverein Hemschlar

 Besucher
 

Der Schießverein Hemschlar

Die Gründungstage  

Alternativer Text

Wie kommt man auf die Idee, einen Schützenverein zu gründen? Nun ja, bei den ursprünglichen Initiatoren Willi Althaus, Willi Paper und Helmut Sonneborn stand ein öffentliches Preisschießen Pate. Aufgemuntert durch die Resonanz zahlreicher Dorfbewohner trafen sich die Interessenten am 01. Mai 1958 in der Gastwirtschaft „Zum Altenberg“. Nach einer langen Diskussion wurde schließlich der „Schießverein Hemschlar 1958“ gegründet.

Um den Verein etwas Gestalt zu geben, wählte man einen vorläufigen Vorstand.

Vorsitzender: Helmut Sonneborn
Schriftführer: Walter Rothenpieler
Kassierer: Gustav Römer

Das Ziel des Vereins sollte die Pflege und Ausführung des sportlichen Schießens sein. Der Jahresbeitrag wurde auf 6,00 DM festgelegt. ie folgenden 16 Personen nahmen an der Versammlung teil und wurden damit Gründungsmitglieder:

Dieter Aderhold, Willi Althaus, Arthur Dreisbach, Helmut Dreisbach, Karl-Georg Dreisbach, Günther Hansmann, Richard Hansmann, August Hoffmann, Ernst Klingspor, Heinz Paper, Willi Paper, Gustav Römer, Walter Rothenpieler, Erich Sonneborn, Gerhard Sonneborn, Helmut Sonneborn

Die Gastwirtschaft „Zum Altenberg“ war das erste Vereinslokal. In dieser Wirtschaft fand auch das Luftgewehrtraining, wenn auch unter schwierigen Bedingungen, statt. Es wurde zunächst mit privaten Gewehren geschossen. Um die erforderliche Weite zu erreichen, musste durch offene Türen von einem Raum durch einen zweiten bis in den Flur geschossen werden. Trotzdem wurde nur eine Weite von 9,5 Metern erreicht.

Bereits im August 1958 wurde Gustav Afflerbach mit der Erstellung einer Vereinssatzung beauftragt.

Die erste ordentliche Versammlung des jungen Vereins fand am 01. Februar 1959 statt. Zu dieser Zeit zählte der Verein schon 25 Mitglieder. Der bisherige Vorstand wurde bestätigt und noch erweitert. Die im Vorjahr verfasste Satzung nahmen die Mitglieder einstimmig an. Der Vereinsbeitrag wurde auf 12,00 DM angehoben. Am 5. März 1959 bestätigte man dem Verein die Mitgliedschaft im Westfälischen Schützenbund. Von jetzt an standen die Türen für die Teilnahme an allen sportlichen Wettkämpfen offen.

Alternativer Text

Das erste Vogelschießen fand am 28.09.1959 im Steinbruch von Otto Dreisbach statt. Aus diesem Anlass wurden erstmalig eine Königskette und eine Krone angeschafft. Schon bald konnte der Schießverein Hemschlar seinen ersten Schützenkönig August Hoffmann feiern. Zur Königin wurde Lore Lauber aus Girkhausen auserkoren.

Im Schießsport ging es immer weiter bergauf. Im Jahr 1959 gab es die ersten Wettkämpfe gegen die Nachbarvereine aus Berghausen, Berleburg, Erndtebrück und Leimstruth, sowie im Siegerland gegen Müsen. Im März 1960 nahmen bereits zwei Mannschaften an den Kreismeisterschaften in Feudingen teil.

Das erste Schützenfest  

Das erste offizielle Schützenfest feierte der Verein am 17. und 18. Juni 1960 auf einem von Ernst Treude zur Verfügung gestellten Festplatz hinter dem Kriegerdenkmal. Mit den Birkelbacher Musikanten feierten die Mitglieder das Schützenfest in einem eigens aufgestellten Stangenfestzelt. Gustav Afflerbach gelang der Königsschuss. Zur Mitregentin suchte er sich Anne Althaus aus.
Am 22. Februar 1961 wurden drei Luftgewehrscheiben-zuganlagen gekauft. Dazu kamen noch zwei weitere Luftgewehre. Um auch in den Kleinkalibersport einzusteigen, leistete sich der Verein im Juli 1961 zwei Gehmann KK-Scheibenautomaten für 690,00 DM und ein Walther KK-Gewehr für 352,00 DM. Diese stellte man provisorisch auf dem gemeindeeigenen Grundstück „Unterm Buchholz“ auf.

Schon im August 1961 mussten die Schützen auf Drängen des damaligen Vereinswirtes Rothenpieler, der seinen Betrieb auf Fremdenverkehr umstellen wollte, das Übungsschießen im Lokal einstellen. Zuvor wurde dort aber noch ein Vergleichsschießen gegen eine englische Soldatenmannschaft durchgeführt, aus dem die einheimischen Schützen als Sieger hervorgingen. Um den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten zu können, suchte sich der Schießverein eine neue Bleibe. In der Rinther Gastwirtschaft des Gastwirtes Vongehr fanden sich neue Räumlichkeiten.

 Die Vereinsfahne  

Alternativer Text

Auf der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1962 trat der Vorsitzende Helmut Sonneborn von seinem Amt zurück. Als Nachfolger wurde Helmut Althaus gewählt. Zu dieser Zeit zählte der Verein bereits 65 Mitglieder. Außerdem entschlossen sich die Mitglieder zur Anschaffung einer Vereinsfahne. Dank der Initiative von Kassenwart Römer wurde in kürzester Zeit die benötigte Summe von 1.380 DM an Spenden gesammelt. Am 24. Juni 1962 konnte der Verein bereits seine neue Fahne präsentieren.

Der befreundete Schützenverein Berghausen übernahm die Patenschaft. Der Ehrenvorsitzende der Berghäuser Schützen, Breuer, nahm in eindrucksvoller Weise die Fahnenweihe vor. Außerdem stifteten die Damen des Schießvereins Hemschlar eine neue Fahnenschleife. Im Jahr 1963 konnten die Schützen der Öffentlichkeit die neuen Schützenuniformen vorstellen. So bot nun der Verein auch nach außen ein einheitliches Bild.

Aufregende Jahre

Bereits im Herbst 1962 errichtete der Verein durch den Bau zweier Schutzdämme einen provisorischen Kleinkaliber-Stand auf dem Gemeindegrundstück „Unterm Buchholz“. Als Aufenthaltsraum wurde eine gebrauchte Baracke aufgestellt. Für diesen Kleinkaliber-Stand kaufte der Schießverein 1964 zusätzlich einen Scheibenautomaten für 940,00 DM. Dieser Kasten existiert noch heute und wird liebevoll „Löffelkasten“ genannt. Im Mai wurde das erste Schnurenschießen in der Vereinsgeschichte durchgeführt.

Im September 1966 bauten die Mitglieder einen leerstehenden Stall hinter dem Vereinslokal „Blankenstein“ zur Luftgewehr-Schießstätte um. Es wurden vier Luftgewehr-Scheibenanlagen installiert. In dieser Zeit erlebte der Schießsport in Hemschlar einen enormen sportlichen Aufschwung.

Auf der Jahreshauptversammlung vom 07.01.1967 legte der Vorsitzende Helmut Althaus sein Amt nieder. Nachfolger wurde Dieter Aderhold.

Durch einen neuen Pachtvertrag und der damit verbundenen Vermessung stellten die Schützen leider fest, dass der Kleinkaliber-Stand auf fremden Grund und Boden stand. So musste die alte Baracke abgerissen werden. Im April 1967 begannen die Erd- und Baggerarbeiten durch die Firma Müsse. Die entstandenen Kosten konnten durch das Pflanzen von 10.000 Fichten abgearbeitet werden. Am 01.11.1967 stand bereits der Rohbau und am 02.12.1967 war das Dach rechtzeitig vor dem Winter gedeckt. Die endgültige Fertigstellung des Neubaus erfolgte am 22.09.1968.

10 Jahre alt - jetzt wollen wir was eigenes

Das 10-jährige Vereinsjubiläum feierte der Schießverein Hemschlar mit 12 Wittgensteiner Schieß- und Schützenvereinen am 23. und 24. Juni 1968. Das Fest und der Festzug wurden von 4 Kapellen begleitet. Winfried Müsse und Hilde Böhl stellten sich als neues Königspaar vor. Das Jubelkönigspaar wurde Helmut Sonneborn mit Irmhild Albrecht.

Am 04. Juni 1970 konnte mit der Stadt Bad Berleburg ein Pachtvertrag über das Grundstück „In der Leimegrube“ geschlossen werden. Der Pachtzins betrug 50,00 DM pro Jahr. Um diesen Platz aber als Festplatz nutzen zu können, musste mit erheblichem Aufwand das Grundstück planiert werden. Im selben Jahr wurde für das Schützenfest ein großes Stahlrohrzelt für ca. 800 Personen errichtet, in dem man das Fest mit der „Original Donauschwäbischen Blasmusik J. Augustin“ feierte.

Am 17.09.1971 nahmen Wilhelm Womelsdorf, Heinrich Fuchs, Arthur Dreisbach & Heinz Landwehr an einem olympischen Ausscheidungsschießen des Deutschen Schützenbundes teil. Wilhelm Womelsdorf konnte unter 650 Teilnehmern einen beachtlichen 4. Platz erringen und bekam dafür einen Preis in Höhe von 1.000,00 DM. In der Gesamtwertung kam er auf Platz 5. Dafür bekam der Verein 500,00 DM als Preis überreicht.

Dieter Aderhold trat am 04. Januar 1973 als Vorsitzender zurück. Das Amt begleitete von nun an Herbert Althaus. Der Jahresbeitrag lag zu dieser Zeit bei 20,00 DM im Jahr. Am 27.08.1973 wurde der Schießverein Hemschlar 1958 e.V. in das Vereinsregister eingetragen. Am 11.12.1973 kaufte der Verein das Grundstück „Unter dem Buchholz“. Am 07.03.1975 wurde das Grundstück im Grundbuch auf den Schießverein Hemschlar eingetragen. Im selben Jahr erwarben die Schützen das Grundstück „In der Leimegrube“. Nun besaß der Verein genug Grundbesitz, um seine geplanten Bauvorhaben umzusetzen.

Als im April 1975 der Besitzer des Vereinslokales wechselte, musste der Schießstand geräumt werden. So wurde das Vereinslokal wieder in die Gaststätte „Zum Altenberg“ verlegt. Das Luftgewehr- Training fand ab dieser Zeit nur unregelmäßig statt. Bei unseren befreundeten Vereinen in Berghausen, Erndtebrück und Laasphe schossen wir die Wettkämpfe, aber auch das eine oder andere Mal ein Training. Dieses Arrangement mussten die Schützen fast fünf Jahre wahrnehmen. In Hemschlar selbst wurde das Schießen oft bei Helmut Sonneborn und in „Lohrmanns Baracke“ durchgeführt, eine Zeit, an die sich vor allem ältere Mitglieder gerne erinnern.

Im Mai 1975 trat Herbert Althaus aus gesundheitlichen Gründen als Vorsitzender zurück. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung wurde Helmut Sonneborn zum neuen Vorsitzenden gewählt.

 Die erste eigene Hütte  

Bereits im März 1975 beauftragte der Verein einen Architekten mit der Voranfrage für den Bau einer Trainings- und Festhalle. Im März 1977 gab es zunächst einen negativen Bescheid. Dem sofort eingelegten Widerspruch mit einem neuen Entwurf inklusive Jugend-, Aufenthaltsraum und Toiletten wurde 1978 nach einigem Hin und Her stattgegeben. Um Zuschüsse zu erhalten, mussten der Verein seine Satzung ändern und einige Verpflichtungen eingehen, um nur ein paar Hürden zu nennen. So wurden erst 1980 die Zuschüsse des Landes bewilligt. Erst jetzt konnte mit dem Bau begonnen werden. Außerdem fielen die Zuschüsse so gering aus, dass sie noch nicht einmal für das Baumaterial reichten. Das gesamte Bauvorhaben wurde vorwiegend in Eigenleistung errichtet.

Baubeginn war am 25. September 1980. Nach 14-monatiger Bauzeit konnte am 13. und 14. November 1981 die Einweihung stattfinden. Der Schießbetrieb startete schon eine Woche zuvor. Die Abschlussarbeiten wurden im Juli 1982 komplettiert. In die Entstehung des Schützenheimes flossen ca. 4.500 Arbeitsstunden. Der Dank gilt allen Helfern, Sach- und Geldspendern, denn ohne diese gäbe es den Schießverein Hemschlar in der heutigen Form nicht. Allein durch die neue Schießanlage mit 10 Seilzuganlagen erlebte der Schießsport in Hemschlar einen beachtlichen Aufschwung.

Bereits im Juni 1977 errichteten die Schützen ein ortsfestes Zeltgerüst auf dem eigenen Festplatz. Die tragenden Stützen wurden aus Lichtmasten erstellt, die Fritz Treude für 20 DM von der VEW abkaufte. Die kleineren Gerüststangen konnten bei Helmut Sonneborn im Wald geschlagen werden.

An der Gründung einer Interessengemeinschaft der 10 Schieß- und Schützenvereine des Stadtgebietes Bad Berleburg waren die Hemschlarer maßgeblich beteiligt. Diese Gemeinschaft richtet bis heute alle drei Jahre ein Stadtschützenfest aus

 25 Jahre - und dann?  

Zum dreitägigen Jubelfest des Jahres 1983 wurde die neue Vogelschießanlage eingeweiht. Nach 25 Jahren thronte der Vogel nun in einem Kasten, der an einem zwölf Meter hohen Gittermast befestigt war. Die ehemaligen Königinnen spendeten ein Fahnenband, die ehemaligen Könige sechs Feldbinden. Außerdem wurden für das Jubiläum eine neue Königskette sowie ein neues Diadem gekauft. Zu Gast waren insgesamt zwölf Schieß- und Schützenvereine. In diesem Jubiläumsjahr erhielt der Verein die Kreisstandarte, die er zu allen Anlässen stolz präsentierte. Josefine Kathmann erhielt als erste Frau im Verein eine Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft. Einen besonderen Höhepunkt bildete der lange Festzug durch das Dorf.

Am 05.10.1985 richtete der Verein erstmalig die Stadtmeisterschaften im Schießzentrum auf dem Stöppel aus.

Im August 1987 fand in Hemschlar das 2. Stadtschützenfest statt. An dem Fest nahmen alle 10 Stadtvereine teil. Am Schießen beteiligten sich 15 Jugendliche, 144 Schützen und 47 ehemalige Schützenkönige.

Bereits seit Jahren hatte sich der Verein bemüht, den Kleinkaliber-Stand ans Stromnetz anschließen zu lassen. Dieses Vorhaben war aber leider immer an den zu hohen Kosten gescheitert. Mit dem Erwerb eines Notstromaggregates konnte 1988 eine Lösung gefunden werden. Zudem wurde die gesamte Anlage umgebaut und renoviert. Eine für diese Zeit moderne Videoanlage optimierte die Sportanlage „Auf dem Buchholz“.

Nach insgesamt 29 Jahren Vorstandsarbeit schied auf der Jahreshauptversammlung am 14.01.1989, der Vorsitzende Helmut Sonneborn aus dem Vorstand aus. Sein Nachfolger Karl-Georg Dreisbach dankte ihm für die geleistete Arbeit, überreichte ihm ein Vereinswappen in Holz und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden

Um den enormen Arbeitsaufwand für die Schützenfestvorbereitungen zu minimieren, sollte eine massive Festhalle errichtet werden. Außerdem war das Zeltgerüst im Laufe der Jahre marode geworden. Im April 1989 wurde das Fundament für die Festhalle ausgehoben. Die Arbeiten am Bau stellten die Schützen in kürzester Zeit soweit fertig, dass schon im Juni des Jahres das Schützenfest in der neuen Halle gefeiert werden konnte.

Mit Fahnenabordnung nahm der Verein 1990 an einem Gelöbnis der Luftwaffenrekruten in Erndtebrück teil. Im selben Jahr sollte auch die Festhalle einen massiven Boden bekommen. So wurden gebrauchte Pflastersteine sortiert, gesäubert und verlegt.

1991 entstand ein neues Schießhäuschen für das Vogelschießen, um die Schützen besser vor Wind und Wetter zu schützen

Ein tragischer Unfall überschattete das Schützenfest 1994. Der Schießwart Reinhard Walle wollte ein Gewehr auffangen, dass sich aus der Halterung gelöst hatte. Dabei löste sich ein Schuss und traf ihn an seinem Unterarm. Schwer verletzt wurde er sofort ins Krankenhaus gebracht. Das Schießen und der Festzug wurden abgesagt, während sich das Fest unter einer gedämpften Stimmung fortsetzte. Nach diesem Ereignis verzichtete der Verein auf die Benutzung der Großkalibergewehre. Seit diesem Jahr wurde der Vogel in Hemschlar ausschließlich von Kleinkaliberwaffen erlegt.

Um geänderten Vorschriften nachzukommen, bauten die Schützen 1994 eine zusätzliche Blende auf dem Kleinkaliber-Stand. Die Gelegenheit wurde auch für einige zusätzliche Renovierungsarbeiten genutzt. Die Renovierung war im Frühjahr des folgenden Jahres beendet.

Karl-Georg Dreisbach dankte auf der Jahreshauptversammlung am 14.01.1995 als Vorsitzender ab. Zum Nachfolger wurde Bernd Müller gewählt.

Inzwischen musste auch das Dach des Schießheimes und der Festhalle komplett neu angestrichen werden. Einer Pflege bedurfte auch der Vogelmast, der 1996 kurzerhand eingerüstet, gesandstrahlt und neu angestrichen wurde.

Auf dem 5. Stadtschützenfest 1996 gelang unserem Kameraden Arno Traut der goldene Schuss. Er konnte sich drei Jahre lang Stadtschützenkönig nennen. Zur Königin erkor er Silvia Neumann.

 40. Vereinsgeburtstag bis heute  

Zum 40. Vereinsgeburtstag im Jahr 1998 baute der damalige Vogelbauer Friedhelm Lückel einen ganz besonderen Vogel. Der hölzerne Aar war komplett mit echten Federn versehen. Dieser wurde von Helmut Bald nach einem spannenden Wettkampf erlegt. Im gleichen Jahr erhielt Gustav Afflerbach für sein langjähriges Engagement für den Schießverein Hemschlar die Kölner Medaille überreicht, eine der bedeutendsten Auszeichnungen, die man im westfälischen Schützenwesen erhalten kann.

Am 06. Mai 2000 ging Hans-Heinrich Müsse unter 150 Bewerbern als erster Bezirksschützenkönig des Schützenbezirks Westfalen-Süd hervor.

2001 nahmen einige unserer Mitglieder an einem Einkaufswagenrennen in Wingeshausen teil. Ein Beispiel dafür, dass beim Schießverein Hemschlar neben dem Schießsport auch der Spaß im Vordergrund steht.

Auf der Jahreshauptversammlung des Jahrs 2004 löste Hans-Heinrich Müsse den bisherigen Vorsitzenden Bernd Müller ab. In den letzten Jahren musste sich der Verein den vielen neuen Herausforderungen ehrenamtlicher Tätigkeiten stellen. Dazu gehörte auch, dass es seit dem 01.04.2005 eine moderne Internet-Seite gibt, über die sich alle Interessierten über das Vereinsleben, Veranstaltungen und Wettkämpfe
informieren können. Jan Sacher hat den Internetauftritt konzipiert und gestaltet. Auch die ständige Datenpflege unterliegt seiner Verantwortung. Zu finden ist der Verein unter www.sv-hemschlar.de.

Im Jahr 2005 wurde dann der gesamte Vorplatz des Schützenheimes und die Zufahrt gepflastert. Besonderer Dank gilt hier Dieter Sonneborn, der die Führung bei dem Arbeitseinsatz hatte. Im Anschluss wurden noch die neuen Lampen der Brauerei Bosch angebracht, die den Festplatz seitdem ausleuchten.

Geänderte Richtlinien des Waffengesetzes waren 2006 der Grund für die Errichtung einer Waffenkammer. Die alte Aufbewahrung in unseren Waffenschränken galt als unzureichend. So wurde eine Tresortür gekauft und kurzerhand eine Ecke des Schießstandes abgemauert, die nun als Waffenkammer fungiert.

Außerdem musste der Vogelstand komplett geändert werden. So wird seit 2006 nur noch mit zwei statt wie bisher vier Gewehren geschossen. Der Kugelfang wurde mit Revisionsklappen ausgestattet und der Mast mit einer Seilwinde versehen.

Im Februar fegte der Sturm „Kyrill“ über das Wittgensteiner Land. Wie fast alle Vereine im Kreis, die ihre Anlagen im Wald oder am Waldesrand stehen haben, hoffte auch der Schießverein Hemschlar, möglichst unbeschadet davonzukommen. Und es war relativ gut gegangen. Die Absperrung um unseren Kleinkaliber-Stand wurde im hinteren Teil unter Bäumen begraben und ein paar Bäume auf dem Buchholz mussten aus dem Weg geschafft werden. An den Schießanlagen selbst entstand jedoch kein Schaden. Nur der ehemals komplett im Wald versteckte Kleinkaliber-Stand ist nun weithin sichtbar.

Das Schützenfest im Jahr 2007 wurde nach langer Zeit wieder an einem Freitagabend begonnen. Ursprünglich als Probelauf für das Jubiläum geplant, scheint es, dass diese Änderung bei Mitgliedern und Gästen gut ankommt und auch nach dem Jubiläum so beibehalten wird. Im Oktober richtete der Verein vom 15. bis 19.10.2007 die Stadtmeisterschaften in Form einer Schießsportwoche aus.

Seit dem letztem Schützenfest laufen die Vorbereitungen für das große Jubiläum auf Hochtouren. So wurde im Januar bis März das Schützenheim komplett renoviert und herausgeputzt. Außerdem wurde der KK-Stand von den restlichen Bäumen befreit, sowie die Musikbühne & die Tanzfläche in der Festhalle renoviert.

Das Jahr 2008 steht ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Der Schießverein Hemschlar blickt mit Stolz auf seine Geschichte zurück. Doch geht der Blick in Richtung Zukunft, um weiterhin Kameradschaft, Sport und Tradition pflegen zu können

 Unsere Geschichte - sportlich betrachtet  

In diesen 50 Jahren nahmen unsere Sportschützen regelmäßig an Rundenwettkämpfen, Meisterschaften und anderen Wettbewerben teil. Einige unserer Schützen fahren jährlich zu den Landesmeisterschaften nach Dortmund oder erreichen sogar die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in München. Wir möchten hier keine einzelnen Namen und Ergebnisse präsentieren, vielmehr sind wir stolz auf alle Schützen, die den Namen Hemschlar in die Welt hinaus getragen haben. Außerdem würde es den Rahmen sprengen, alle Erfolge aufzuzählen. Dennoch gab es immer wieder besondere Ereignisse und Leistungen, die alles andere als normal waren.

In den Jahren 1989 und 2000 wurde eine Mannschaft aus Hemschlar vom Stadtsportverband zur Mannschaft des Jahres gewählt. Zweimal (1976 und 1985) stieg unsere erste Mannschaft bei den Luftgewehr-Rundenwettkämpfen in die Landesklasse auf und konnte sich auch mehrere Jahre dort behaupten.

1991 geschah wahrscheinlich das herausragendste sportliche Ereignis unserer gesamten Vereinsgeschichte. Unserer Schützin Ulrike Heitze gelang es, bei den Deutschen Meisterschaften (Armbrust Halle 10m) mit 387 von 400 Ringen den Meistertitel zu erringen. Damit stellte sie einen neuen deutschen Rekord auf. Außerdem vertritt Ulrike den Namen Hemschlar so gut wie jedes Jahr bei den Deutschen Meisterschaften. Deshalb wurde sie für ihre sportliche Gesamtleistung vom Stadtsportverband der Stadt Bad Berleburg im Jahr 2004 zur Sportlerin des Jahres gewählt